Oktoberfest am Salzburgring

Autor: Text: Christian Sandler | Photos: Kerschner, Metzner, Sandler, Poletto


Vor langer Zeit geplant und mit großer Spannung erwartet, öffnete der „Legends Grand Prix“ am ersten Wochenende im Oktober seine Pforten am Salzburgring.

Es wurde im Vorfeld so viel wie noch nie über ein kommendes Event diskutiert, wie von dieser außergewöhnlichen Veranstaltung. In Fahrerkreisen, bei Teilnehmern und Fans der historischen Rennwagen wurde fachgesimpelt bis zum geht nicht mehr. Die meisten konnten sich eben diese Mischung aus Rummelplatz, Kunstgalerien und Rennatmosphäre nicht vorstellen. Aber Joachim Althammer, Arno Zensen und Gerhard Kuntschik samt dem gesamten Team sind alte Füchse und kennen Gott und die Welt.

Niemand sonst bringt Audi-Tradition, Porsche Museum, HP Porsche Traumwerk und AMG an einem Wochenende mit ihren Rennwagen zur Rennstrecke. Alleine die Porsche Prototypen-Armada 904, 906, 908, 935 und 962, die „Rote Sau“ von AMG oder der IMSA Audi waren an sich schon eine Reise wert. Auch so manch Seltenes aus den privaten Garagen tummelte sich an den drei Tagen durch den Nesselgraben, wie ein Ferrari 512M, Rial Formel 1 aus dem Jahre 1988, Jaguar XJR-5, Ford GT40, Opels „Schwarze Witwe“, Formel V Kaimann MK4, Steinmetz Opel Commodore B „Jumbo“ und sämtliche Tourenwagen von Alfa über BMW, Ford bis zu Porsche.

Für Gänsehautfaktor sorgten die beiden Lauda-Boliden aus der Loh-Collection. Es waren aus Nikis erstem Ferrari-Jahr das Modell 312 B3 und aus dem Jahr 1979 der legendäre BMW M1 Procar zu bewundern. Fahrergrößen wie H.-J. Stuck, Rudi Lins, Christian Danner, Harald Demuth, Ferdinand Habsburg, Karl Wendlinger, Clemens Schickentanz, Kurt Ahrens, Klaus Bachler, Tom Kristensen liefen allesamt durch das Fahrerlager und wurden auch vor dem Event-Truck von Alexander Trimmel zum Mikrofon gebeten. Manche von ihnen griffen auch in ihren ehemaligen Rennwagen ordentlich ins Lenkrad und begeisterten so die Fans.

Auf der Strecke tat sich an den drei Tagen Einiges. Die Teilnehmerfahrzeuge waren in insgesamt fünf Gruppen eingeteilt und pro Gruppe war täglich, jeweils vormittags und nachmittags ein Slot von je 25  Minuten Renntempo vorgesehen. Die Fahrer mit ihren Rennwagen hatten genug Zeit und Platz zum Fahren, um den Fans ihre Schmuckstücke in einem ordentlichen Speed zu zeigen.

Zwischendurch konnten sich die Zuschauer einer Unterhaltung der etwas anderen Art an der Rennstrecke widmen. „Abacus-Theater“ mit ihren fantasievollen Fortbewegungsmitteln, musikalische Show-Einlagen oder Jahrmarkt zählten zu den Angeboten.

Ein insgesamt gelungenes Format, das sich bestimmt im Motorsportkalender etablieren wird. Einzig die Starterfelder könnten üppiger sein und die Möglichkeit von zwei verschiedenen Kategorien bei den Eintrittskarten war etwas unglücklich gewählt. Auf alle Fälle schon den Termin vom 2.  bis 4. Oktober 2026 im Kalender ankreuzen, der Wettergott wird hoffentlich im nächsten Jahr zum Veranstalter etwas gnädiger sein.


 

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