Automuseum Melle (bei Osnabrück)
Autor: Oliver Balthun
Oliver Balthun war dort zu Besuch
Melle ist ein Stadt im Westen des deutschen Bundeslandes Niedersachsen, etwa 30 km von Osnabrück, der Heimat und Herstellungsort der bekannten Karosseriefirma Karmann entfernt.


Das Automuseum gegründet vor ca. 30 Jahren von Herrn Heiner Rössler ist in einem denkmalgeschützten Gebäude (einer ehemaligen Möbelfabrik) untergebracht, und nur wenige Hundert Meter vom Bahnhof entfernt. Die ausgestellten, meist fahrbereiten Fahrzeuge sind auf zwei Etagen untergebracht.


Es finden auch regelmäßig Fahrzeug Sonderschauen statt, bei meinem Besuch Anfang Mai standen die Fahrzeuge der nicht öffentlichen Karmann Sammlung im Vordergrund, was ja angesichts der Nähe zu Osnabrück nicht verwunderlich ist. Der Eintrittspreis von 12 Euro ist angemessen, denn es gibt eine Menge zu sehen, und zwar nicht nur Fahrzeuge.


Der Schwerpunkt liegt natürlich auf deutschen Fahrzeugen so finden sich die bekanntesten deutschen Kleinwagen wie BMW Isetta, Lloyd und andere dort, ebenso die 50er/60er Jahre Mittelklassewagen, aber auch ausländische Exoten wie Tatra 97, Panhard Dynamic (mit Mittellenkung), LUAZ Schwimmwagen und andere seltene Modelle wie auch zwei seltene Veritas Rennwagen, ein Colani 24 Zylinder und ein rechtsgelenkter Mercedes 600 aus den 60er Jahren.


Ebenso finden sich auch Autos aus den automobilen Anfangsjahren wie ein Detroit Electric, und ein Adler 7/17 PS aus dem Besitz des Sohnes des ehemaligen Adler Firmengründers Kleyer.


Auch Fotoapparate, Wiking Modellautos (die ersten unverglasten wurden in Melle hergestellt) sowie ein Thronsessel laden zum verweilen ein, ebenso ein Cafe im Eingangsbereich.
Dieses Museum ist für einen Tagesbesuch sehr empfehlenswert, besonders mit dem ständig wechselnden Sonderschauen.



