Essen Motorshow 2025 - 28.11. bis 07.12.2025
Autor: Claudia und Erich Hein
Ein Tag im Dezember, ein Besuch der Motor Show in Essen, eine willkommende Abwechslung zum Schmuddel-Wetter und Dauergedudel von Wham`s „Last Christmas“.
Dieser Ansicht waren auch dieses Jahr wieder fast 200 000 interessierte Besucher der Essener Motor Show. Wie fast jedes Jahr gaben sich ca. 500 Aussteller die Ehre ihre mannigfaltigen Angebote zu offerieren.
Für jeden Fan, oder die, die es noch werden wollen, gab es sein persönliches Highlight. Alle Hallen waren geprägt von Vielfalt und Leidenschaft – von Motorsport und Performance über Tuning und Lifestyle bis hin zum automobilen Klassiker. Zahlreiche Premieren gehörten wie immer dazu, so wie auch der Gratis-Kaffee beim ADAC- Stand, leider nur für Mitglieder – schade!!!
Das schöne an der Motor Show; hier ist die komplette Bandbreite der automobilen Szene vertreten.

Bei den privaten Ausstellern rund 150 an der Zahl, konnte man doch außergewöhnlichsten Umbauten bestaunen. Vom VW-Käfer mit 612 PS starkem Tesla-Motor bis hin zum 1.700 PS starken Ford Mustang „Hellenor“. Braucht man sicher nicht wirklich, aber jeder so wie er es mag.
In der Mercedes Fan World in Hale 3, eine etwas andere Liga, gab es zeitweise Gerangel um den Besten Platz für das schönste Foto. Ziel der Begierde, ein Maybach Exelero. Imposant auch der Maybach 57 S der Schweizer Firma Sternthal, der von einem V12-Biturbo-Motor angetrieben wird. Recht bemerkenswert war auch das Projekt 107 der Firma Pogea, ein auf der Basis eines Mercedes-Benz 450 SL von 1979 entstandener exklusiver Restomod mit der AMG-Technik.
Motorsportfans zeigten eher Interesse an den Fahrzeugen der DTM-Saison 2025, die diese aus nächster Nähe in Augenschein nehmen konnten.
„Die enorme Vielfalt machte die Show Jahr für Jahr einzigartiger, es ist mehr als eine Messe – es ist ein Festival für alle, die Autos lieben, unabhängig vom Antrieb“, betonte Oliver P.Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen.

Auch die Aussteller zeigten sich äußerst zufrieden. 98 Prozent gaben an, eine wichtige Zielgruppe erreicht zu haben, 93 Prozent bestätigten ein sehr gezieltes Interesse der Besucher, 94 Prozent möchten sich außerdem auch zukünftig an der Essen Motor Show beteiligen. Sind doch mal gute Nachrichten, oder!
Die Initiative TUNE IT! SAFE! Sorgte für Aufsehen: Ihr neues Kampagnenfahrzeug, der STEEDA Q500 Ford Mustang im Polizei-Look, begeisterte das Publikum. Klassik-Freunde feierten die Auszeichnung des Maserati Mistral 4000, der von einer internationalen Fachjury zum schönsten Oldtimer der Messe gewählt wurde. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten prominente Gäste wie Rapper GZUZ und Streamer MontanaBlack, mir bis dahin nicht bekannt; jetzt kenne ich sie auch, Gott sei es gedankt.

Leider war es für Oldtimer-Enthusiasten der letzte „Classic und Prestige Salon“. 43 Mal fand abseits des Tuning-Geschehens das alte Blech seinen Platz. Es war eine „Messe in der Messe“ die von der SIHA auf rund 17.000 Quadratmetern in Halle 1 und 2 veranstaltet wurde. Im September 2026 wird in Dortmund der „Techno Classica Salon“ veranstaltet. Bereits im April 2026 wird in Essen die „Retro Classic“ stattfinden. Hoffentlich wird das ältere Publikum dadurch der Motor Show nicht den Rücken kehren. Es wäre traurig, denn die Vielfalt der Generationen macht die Motor Show so einzigartig.
Freunde der Vorkriegs-Szene suchten lange um einen der wenigen „alten“ Klassiker aus den Anfängen des Automobils zu finden. Das wohl älteste ausgestellte Auto mit Verbrennungsmotor das den Weg nach Essen fand war ein Renault F 10 aus dem Jahr 1921. Vielleicht liegt es einfach daran, dass auch die Besitzer der „Alten“ in die Jahre gekommen sind.
Dafür sind voll im Trend die Tuner der 1980er und 1990er Jahre. Hier haben Firmen wie SGS Styling Garage oder der bekannte Erich Schulz (bekannt für seine extremen Mercedes-Umbauten) die Nase vorn.
