Das "andere" Elektroauto

Autor: Wolfgang M. Buchta


Wochenend und Sonneschein, klirrende Kälte und ein feines Automobil vor der Türe!

Normalerweise nützen wir diese Kombination zu einer "Wallfahrt" nach Marizell - nicht so, mit dem Mazda MX-30, denn Mazda hat ein logisches aber mutiges Konzept verfolgt.

Der MX-30 ist 4,40 lang und damit kein Kleinwagen, das Styling ist eine gelungenes "SUV-Coupe", das durch die zweifärbige Lackierung ins rechte Licht gerückt wird. Der Innenraum wirk gediegen.

Bemerkenswert sind vielleicht die hinteren Türen des Viertürers, die wie beim BMW i3 nach hinten öffnen. So wie beim BMW i3? Auch das war bereits beim Mazda RX-8 eine Idee von Mazda.

Während man früher fragte "Was geht er?" (140 km/h abgeregelt), lautet heute die Frage "Wie weit geht er?"

Dazu sagt Mazda in einer Presseaussendung:

Die Kapazität der 35,5 kWh starken Lithium-Ionen-Batterie spiegelt den Nachhaltigkeits-Gedanken des MX-30 wider und berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus einer Batterie: von der Rohstoffgewinnung bis zu ihrer Entsorgung. Das schont einerseits Ressourcen, bietet aber gleichzeitig mit einer Reichweite von rund 200 Kilometern (nach WLTP) ausreichend Pendlerreichweite für den Alltag.

Statt am Wettrüsten - Größer - Weiter - Schneller - teilzunehmen, versucht Mazda ein Elektroauto anzubieten, das die Anforderungen des "Urban Commuter" trifft/treffen soll.

Ob das von den Käufern honoriert und angenommen werden wird?

Keine Ahnung, aber Mazda hat - gegen den Trend - mehr als 2 Million Autos mit Wankelmotor verkauft (und damit sogar das 24-Stunden-Rennen in Le Mans gewonnen), und von dem "kleinen, sinnlosen Roadster"  - Mazda MX-5 - wurden bis jetzt mehr als eine Million gebaut....